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Schweizer Confiserien

In einem Land, wo die Schokolade neben der Uhr zu einem Markenprodukt von internationalem Rang geworden ist, haben Confiserien geradezu Kultstatus. Hier sind die Schokoladenprodukte ganz zweifellos von Schweizer Herkunft. Denn schließlich wurden sie ja handgemacht. Allein die Verkaufsräume sind meist schon einen Besuch wert. Lauschige Cafés mit viel Atmosphäre und hinter den Glasvitrinen präsentiert sich, sorgfältig aufgefächert und drapiert, die ganze Kunst der Chocolatiers. Wenn man auch nur wenig davon essen kann, so ist es doch der reinste Augenschmaus, was einem da zur Anschauung geboten wird.

Der Einzug der Schokolade in Europa hat die Entwicklung und Bedeutung der Confiserien entscheidend beeinflusst. Waren es bis dahin Backstuben, die Kuchen und Törtchen aller Art produzierten und deren süßeste Erfindung im Marzipan gipfelte, eröffnete die Entdeckung der Schokolade neue Dimensionen.

Bereits am Ende des 17. Jahrhunderts entdeckte man den Schokoladenüberzug. 1828 gelang es dem Holländer van Houten erstmals die Kakaomasse abzupressen und so das Kakaopulver zum einen und die Kakaobutter zum anderen herzustellen. Dank der Herstellung von Kakaobutter war es nun möglich, die süße braune Masse zu formen und neben hübschen Verzierungen auch die ersten Schokoladenfiguren zu schaffen. Das Pulver hingegen begann seinen Siegeszug als praktisches Anrührmittel für Trinkschokolade und wurde außerdem zum Dekorieren eingesetzt.

Eine Spezialisierung des Konditors bzw. Confiseurs entstand, der Chocolatier. Es sind ausnahmslos Scheizer Chocolatiers, denen die Erfindung der berühmten Schweizer Schokolade zu verdanken ist. Zum Teil sind die Confiserien, aus denen sie einst hervorgingen, bis heute erhalten. Generell kann man sich darauf verlassen, dass alle Schweizer Confiserien sich selbst einer strengen Qualitätskontrolle unterziehen und nach selbst auferlegten Reinheitsgeboten arbeiten.

Hier eine kleine Auswahl, wo man beste Schweizer Schokolade in handgemachter Form genießen kann:

Confiserie Sprüngli AG, Zürich

Das Traditionsunternehmen wurde bereits 1836 von David Sprüngli und seinem Sohn Rudolf gegründet. 1845 begannen die beiden, Schokolade herzustellen. Ab 1859 wurde die Confisserie in der Zürcher Bahnhosstrasse am Paradeplatz die erste Adresse für handgemachte Leckereien. Bis heute führt die Confiserie Sprüngli ein erfolgreiches Geschäft und existiert unabhängig vom Unternehmen Sprüngli & Lindt, das einst aus ihr hervor gegangen ist.
http://www.spruengli.ch

Confiserie Baumann, Zürich

Ebenfalls in Zürich befindet sich die Confiserie Baumann, die ein Mitglied der Schweizer Confiserie Vereinigung Chaine Confiseur ist. Diese Organisation nimmt nur ausgesuchte Mitglieder in ihren Verbund, die sich zuvor höchsten und detailiertesten Qualitätsprüfungen unterziehen müssen, sowie in der laufenden Produktion kontrolliert werden. Edle, unverfälschte Zutaten gehören dazu ebenso wie schonende Verfahren und ausgeklügelte Rezepturen.
http://www.confiserie-baumann.ch

Confiserie Speck, Zug

Das Zuger Unternehmen kann auch schon auf eine über hundertjährige Firmengeschichte zurück blicken. 1895 als Confiserie Speck gegründet, läuft das süße Geschäft bereits in der vierten Generation erfolgreich weiter. Mit Brot, Kuchen, Torten und selbstverständlich mit den Kreationen ihrer Chocolatiers nehmen die Specks Jahr um Jahr erfolgreich an verschiedenen Gourmet-Wettbewerben teil. Allein 2006 erwarben sie drei Goldmedaillen und zwar für ihre Zuger Kirschtorte, das Zuger Kirschstängeli und das Swissky Truffet. Wer mit dem Zug nach Zug kommt, kann die Confisserie Speck nicht verfehlen. Direkt am Bahnhof befindet sich eine große Filiale mit Bar, Tearoom und Straßencafé.
http://www.speck.ch

Roggwiller, St. Gallen

Mitten in der St.Gallener Altstadt in der Multergasse 17 kann man sich's beim Roggwiller gemütlich machen. Bereits 1854 wurde das ehemalige Gasthaus zur Konditorei umgebaut. Bis heute verbreitet der Coffee- und Tearoom lauschige Atmosphäre und an der Holztheke, die noch aus den Gründerzeiten stammt, kann man die Original-Roggwiller-Kreationen bestaunen und verköstigen. Dazu gehören neben Torten und Gebäckstücken wie dem St. Galler-Biber auch eigene Schokoladenerfindungen. So die Trüffelspezialität St. Galler Spitzen, das St. Galler Klostersiegel aus Milch- und Bitterschokolade. Und das St. Galler Gruessli aus Schokolade-Mürbteig. Schauen Sie mal rein. Hier gibt's noch mehr:
http://www.roggwiller.ch

Bachmann, Luzern

Wer in Luzern ist, kommt an der Confiserie Bachmann einfach nicht vorbei. Ganze zehn Filialen verteilen sich über die Leuchtenstadt, verkaufen Backwerk und Süßes und laden in einigen Niederlassungen zu Kaffee und Kuchen vor Ort ein. Etwa im großen Café am Pilatusmarkt. Schoggi-Fans aus aller Welt pilgern zum Chocolate-Land in der Hauptfiliale am Schwanenplatz. Hier kann man bei einer Schokoladen-Show das Herstellungsprozedere eines Schoko-Osterhasen verfolgen und erfährt möglicherweise das Geheimnis, warum die hauseigene Milchschokolade von Bachmann von italienischen Gourmets im Blindversuch zur besten Schokolade der Welt erklärt wurde.
http://www.confiserie.ch

Weitere Confiserien, welche die hohen Maßstäbe, der Chaine-Confiseure erfüllen, können Sie auf folgender Homepage erkunden:
http://www.chocolat.ch



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